Autor Thema: System mit OmniBoot testen?  (Gelesen 3438 mal)

Wildfoot

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System mit OmniBoot testen?
« am: November 05, 2012, 22:38:14 »
Also...

Wieder mal muss ich einen P1 Rechner (nun das kleine Schwester-Tool des berühmten Nanospecs) auf Herz und Nieren testen. Dazu brauche ich vorallem zwei Tests:

-Prime95 (ist aber kein Problem, hier gibt es Linux-Versionen)
-CRC-Check Function (wie die in WinRaR zum Beispiel)

Mit Prime95 soll überprüft werden, ob die P1/233 CPU überhaupt noch korrekt rechnet (wird wahrscheinlich eh der Fall sein).
Viel wichtiger aber ist der CRC-Check von grossen umherkopierten Files. Dieser Test wird zeigen, ob der Chipsatz des Mainboards noch in Ordnung ist. Das war er nämlich beim grossen Nanospec nichtmehr, weshalb dort dann auch der PC getauscht werden musste.
Die Frage ist nun, welche CRC-Software gäbe es allenfalls für Linux (OmniBoot)? Am liebsten wäre mir ja WinRaR, weil das kenne ich schon. ;)
Und auch wichtig, welche Linux-Distri läuft überhaupt auf einem P1/233 System mit gerade mal 96MB EDO-RAM und einer 2MB GraKa? XUBUNTU?

Übrigens, den RAM haben wir schon geprüft, war Errorfrei. :)

Vielen Dank für die Info.

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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #1 am: November 06, 2012, 07:51:56 »
Bitte für solche eigenen Fragen auch einen eigenen Thread erstellen ;)

Slitaz und - im kommenden release - Damn Small Linux sowie Puppy sind Spezialisten für sehr alte Hardware.

An sich sollte eigentlich jedes OS beim Datenschaufeln CRC-Checks machen und eben im Falle von Fehlern schreien. Unter Linux fällt mir "cksum" oder auch "md5sum" als GUI-lose Programme für diesen Check ein. Was mit komfortablen Fensterln kenne ich dafür noch nicht.
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Wildfoot

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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #2 am: November 06, 2012, 21:04:05 »
Hab heute so einiges ausprobiert, bin sogar Zeitweise bei Windows NT 4.0 mit SP3 gelandet. Das war aber schei...! Man glaubt es kaum, wie speziell Windows NT 4.0 ist. Praktisch keine halbwegs normale Software war auf NT zum Laufen zu motivieren. Und um Himmelswillen spielt ja nichts mittels eines USB to IDE Converter aus dem Win7 auf eine Win NT 4.0 Partition! Obwohl beides nominell NTFS ist, killt ihr damit gleich die NT-Installation. :(

Etwas anderes Lustiges habe ich auch (in meiner Verzweiflung) ausprobiert. Jetzt weiss ich sogar, dass Knoppix 6.7 auf einem P1/233 System mit gerade mal 96MB RAM läuft! :)
Es brauchte zwar zum Booten ewigs, und auch danach war die CPU-Auslastung immer sehr nahe an den 100%, aber es lief! Mit der vollen graphischen Oberfläche! Da war ich schon etwas platt. ;)

Jetzt über Nacht lasse ich gerade den CPU Stress-Test von OmniBoot darüber laufen (das Prime95 Pendand für Kommando-Zeilen Linux).

Eigentlich wäre ja der Plan gewesen, ein WinME als Testumgebung zu installieren, bis ich wieder unsanft daran erinnert wurde, dass meine WinME Version eine Update-Version ist und ich natürlich die Win98SE CD nicht zur Hand hatte. Somit verschiebt sich das nun auf morgen.

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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #3 am: November 06, 2012, 22:18:40 »
Lustige Experimente  :D
Wie gesagt, wenn es nur um chksum-Vergleiche geht, wäre Slitaz auf der Kiste wahrscheinlich sogar noch flüssig. Ebenso wie DSL und wahrscheinlich auch puppy.
WinMe wird aber nicht viel mehr zusammen bringen als Knoppix. Dafür bräuchte es zumindest etwas mehr RAM.
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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #4 am: November 07, 2012, 00:05:41 »
Naja, die Idee mit WinME war, damit würden am ehesten noch heutige Programme (wie WinRaR und Prime95) laufen, und weil es das neueste Win9x ist, sollten eigentlich die Chipsatztreiber schon mit dabei sein. Zumindest schon USB support war dabei, und schlimmer als Win NT 4.0 wird WinME sicher nicht sein. Wobei Win NT 4.0 eigentlich vom Speed her recht gut läuft auf dieser Kiste. ;)

Meine letzte Kiste mit WinME war der P3/600er, und darauf lief WinME wirklich flot. War doch dessen Auslieferungszustand damals mit Win98SE. Also sollte der P1 mit etwa einem Drittel des Speeds des 600ers noch immer gut mit WinME können. Der Hammer war ja Knoppix 6.7, Reaktionszeit für ein Fenster: 3 Minuten.  *rofl*

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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #5 am: November 07, 2012, 07:38:01 »
NT4 kannst Du bei dieser HW nicht mit ME vergleichen. Es fehlt zwar einiger Komfort (auch USB extrem mühsam) aber es ist voll zufrieden mit 96MB RAM. ME bleibt da nur permanentes swappen.

Zu Knoppix graphisch sage ich einmal nix ;) , betone aber, dass Du an der Befehlszeile selbst mit dem neuesten Knoppix durchaus vernünftig arbeiten können solltest. Aber ohne Desktop natürlich.
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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #6 am: November 07, 2012, 19:23:58 »
imho ist es ganz einfach

du erstellst die Checksumme von einigen Dateien und bootest mit einen Linux-System deiner Wahl und kopierst die Dateien mehrmals
dann prüfst du die Checksumme wieder

siehe http://www.gtkdb.de/index_7_521.html oder http://www.computerhope.com/unix/ucksum.htm (wie von Don schon gepostet)
gibt es auch für Java http://www.jonelo.de/java/jacksum/index_de.html

mehr generelle Infos dazu
http://de.wikipedia.org/wiki/Zyklische_Redundanzpr%C3%BCfung
http://en.wikipedia.org/wiki/Cyclic_redundancy_check

Wildfoot

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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #7 am: November 07, 2012, 20:47:55 »
Zitat
du erstellst die Checksumme von einigen Dateien und bootest mit einen Linux-System deiner Wahl und kopierst die Dateien mehrmals
dann prüfst du die Checksumme wieder

Nichts anderes hatte ich auch je vor. ;)
Nur für die Checksumme (CRC-Check) brauche ich ein Program (WinRaR), welches diese erstellen kann. Und für dieses Program wiederum brauche ich eine Runtime-Enviroment (WinME), in welcher es läuft. ;)

Nachem ich heute bei der WinME Installation die Win98SE CD zur Validisierung mit dabei hatte, ging dann die Installation von WinME sehr rasch und vorallem sehr einfach. ;)
Tja, und dann (auf dieser Plattform) waren die Tests plötlich ganz einfache Banalitäten. Man habe ich mich aufgeregt, dass ich nicht gleich von Anfang an daran gedacht habe, dass meine WinME Version eine Update Version ist und ich dazu die Win98SE noch brauche. Jetzt war es wirklich so bubieinfach.

Ausserdem Don, WinME läuft hervorragend auf einem P1/233er System mit 96MB RAM. Gut die Installation dauert etwa 30Min, aber danach geht es sehr flot zu Rande. Richtig schade, dass wir die Maschine nun nach den Tests wieder auf OS/2 Warp umsetzen mussten. Aber mit WinME machte dieser P1 richtig Spass. :)

Aber das Wichtigste der ganzen Übung, nun wissen wir genau, was wir brauchen und was nicht. Also der PC ansich ist in Ordnung, einzig die zusätzliche RocketPort 8x RS232 Schnittstellen-Karte gehört getauscht. Der Rest der Hardware für dieses kleine Nanospec Messtool ist, zum Glück, noch vollkommen I.O.
Und die OS/2 Software-Installation muss mal komplett neu gemacht werden, diese Sachen sind aber lösbare Probleme (nicht wie wenn man wiedermal Hardware auftreiben muss, die es schon seit Jahren nichtmehr gibt). ;)

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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #8 am: November 07, 2012, 22:09:33 »
Zitat
du erstellst die Checksumme von einigen Dateien und bootest mit einen Linux-System deiner Wahl und kopierst die Dateien mehrmals
dann prüfst du die Checksumme wieder

Nichts anderes hatte ich auch je vor. ;)
Nur für die Checksumme (CRC-Check) brauche ich ein Program (WinRaR), welches diese erstellen kann. Und für dieses Program wiederum brauche ich eine Runtime-Enviroment (WinME), in welcher es läuft. ;)

?????

Zitat
Die CRC-Prüfsumme einer einzelnen Datei erhalten Sie durch den folgenden Aufruf.

[root@centos5 ~]# cksum Dateiname
1740628198 3228 Dateiname

damit erstellst du eine Checksumme unter Linux, ohne zusätzlicher Installation

http://www.withopf.com/tools/md5/
dieses Tool gibt es für Windows und Linux (auch MacOS)

http://www.slavasoft.com/hashcalc/index.htm
für Windows mit vielen verschiedenen Checksummen

und gibt es auch portabel http://www.pendriveapps.com/crypto-hash-calculator/ oder http://portableapps.com/apps/utilities/winmd5sum_portable

bzw. auch als Shell-Erweiterung für den Explorer verfügbar
http://code.kliu.org/hashcheck/
damit kann man leicht Downloads prüfen (zB. Windows Iso Dateien)

und man braucht kein WinRAR dazu ;)


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Re: System mit OmniBoot testen?
« Antwort #9 am: November 07, 2012, 22:23:10 »
Nein, schon klar, ein WinRaR ist nicht zwinged erforderlich. Es ist aber dieses Program, mit welchem ich schonmal solche CRC-Tests durchgeführt habe und es somit mir bekannt ist. Also war es für mich am einfachsten, wieder WinRaR zu verwenden.

Vom Prinzip her aber ging ich genau so vor, wie du es (zwar mit Linux) beschrieben hast:

- WinME installieren
- ein rar-Archiv von mehreren MB erstellen lassen
- dieses rar-Archiv CRC testen lassen
- dann dieses Archiv mehrere Male zwischen den Platten hin und her verschieben (Rechner MUSS die Datei jeweils neu schreiben!)
- wieder das Archiv CRC testen lassen; es dürfen keine Fehler auftreten!

Besteht so das Archiv am Schluss den CRC-Test, dann ist der Chipsatz nicht defekt, da das File offenbar immer wieder korrekt geschrieben wurde. Dies wäre aber bei einem defekten Chipsatz genau nicht der Fall.

Wie gesagt, alles nun durchgetestet und alles I.O. ;)

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