Autor Thema: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung  (Gelesen 5537 mal)

enjoy

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Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« am: November 24, 2013, 20:06:39 »
https://prism-break.org/

für alle jene, die von der Überwachung durch BVT, HNaA, AwA, BDN, NSA, FSB, chin. Ministerium für Staatssicherheit, usw. (siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nachrichtendienste) genug haben und selbst aktiv werden wollen, eine Auflistung von Alternativen zu Betriebssystemen, Programmen, Diensten, etc.

jetzt steht nur noch mein innerer Schweinehund der Gewohnheit dem Wechsel im Wege, dies ist aber wohl der größte Brocken

enjoy

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #1 am: November 24, 2013, 21:01:39 »

c23_Mike

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #2 am: November 24, 2013, 21:33:13 »
Hi there!

Die Frage obs wer nutzt.
c23 bietet einen Proxy an, sowie Mail Empfang und Versand, ohne Überwachung. Jedoch war dies bisher für kein Mitglied ein Thema  ???
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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #3 am: November 25, 2013, 11:14:23 »
Ganz ehrlich? Woher soll der Otto Normalverbraucher wissen, ob die Daten dort sicherer sind als jetzt? Hier wird ja auch nur "versprochen", dass nix mitgeloggt wird. Aber stimmt das auch?

Don Manuel

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #4 am: November 25, 2013, 12:34:13 »
Meinst Du mit hier das Beisl?

edit: Und wenn ja, was verstehst Du genau unter "logging" bzw. auf welches "Versprechen" berufst Du Dich?
« Letzte Änderung: November 25, 2013, 12:40:58 von Don Manuel »
Die Wissenschaftler versuchen, ihre falschen Theorien zu eliminieren, sie versuchen, diese an ihrer Stelle sterben zu lassen.
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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #5 am: November 25, 2013, 13:32:20 »
Meinst Du mit hier das Beisl?

Wenn sich hier die "Otto Normalverbraucher" aufhalten: ja ... sonst: nein!  :)

... was verstehst Du genau unter "logging" bzw. auf welches "Versprechen" berufst Du Dich?

Aus dem Link des zweiten Posts von enjoy:

Zitat
A/I (das steht für autistici.org / inventati.org) wurde im März 2001 von einer Gruppe von Individuen und Kollektiven gegründet, die sich mit Technologie, Datenschutz, digitalen Rechten und politischem Aktivismus befassen. Die Grundidee besteht darin, freie und kostenlose Kommunikationsmittel im großen Stil anzubieten, um so die Menschen dazu zu bewegen, sich für freie anstatt kommerzieller Kommunikationsweisen zu entscheiden. Wir möchten aufklären und tätig werden, hinsichtlich der Notwendigkeit, die eigene Privatsphäre zu schützen und sich der wahllosen Beraubung an Daten und Persönlichkeit zu entziehen, wie sie von Regierungen und Konzernen betrieben wird.

Hervorhebung durch mich ...

Don Manuel

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #6 am: November 25, 2013, 15:46:15 »
Nunja, der Betrieb jedes öffentlichen Serverdienstes ohne logs ist relativ unrealistisch. Die Frage ist ja nur, was damit geschieht, wer welche Analysen damit macht. Aber verstehe jetzt, dass Du mit "hier" die Quelle von enjoy meintest.

@Mike: welches Server-OS und welche Mail-Software nutzt Du, für die Du Deine Hand ins Feuer legst?
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c23_Mike

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #7 am: November 25, 2013, 18:20:44 »
Hi there!

Ich lege keine Sachen ins Feuer, ich biete diesen Server an, der so sicher wie ein Debian Server halt ist.
Theoretisch kann man sich da ja den Quellcode ziehen und durchsuchen?
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Don Manuel

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #8 am: November 25, 2013, 20:37:46 »
Ja, auf einen Debian-Server kann man sich schon einigermaßen verlassen  :)
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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #9 am: November 26, 2013, 08:28:17 »
Nunja, der Betrieb jedes öffentlichen Serverdienstes ohne logs ist relativ unrealistisch. Die Frage ist ja nur, was damit geschieht, wer welche Analysen damit macht. Aber verstehe jetzt, dass Du mit "hier" die Quelle von enjoy meintest.

Stimmt - sorry - das war wohl ein wenig unglücklich formuliert. Auf der einen Seite gibts eben die bekannten "bösen" Datensammler ... und auf der anderen Seite die "Gutmenschen", von denen man noch nichts gehört hat, von denen man nicht weiß, warum sie das tatsächlich machen, wo noch nicht bekannt ist, welchen "Preis" sie haben etc. Und vor allem: von denen man noch kaum etwas gehört hat.

Und genau das sollte die Antwort auf Mikes Frage sein, "obs wer nutzt": Kaum jemand kennt diese Anbieter und noch weniger wissen, was und wie die tun.

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #10 am: November 26, 2013, 08:31:03 »
Ja, auf einen Debian-Server kann man sich schon einigermaßen verlassen  :)

Bringt ein einzelnes Stück Hard- oder Software überhaupt eine Verbesserung? Oder müsste nicht das ganze Internet neu "erfunden", neu konzipiert werden, um Überwachung aller Art zu verhindern bzw zu minimieren?

Oder ist das digital nicht überhaupt unmöglich, die Überwachung zu verhindern? Sprich: Müssen wir einfach damit leben lernen, wenn wir die Annehmlichkeiten der modernen Kommunikationsmedien nutzen wollen?

Don Manuel

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #11 am: November 26, 2013, 08:59:48 »
Da gibt's keine einfachen Antworten drauf und "Debian" alleine ist sicher zu wenig. Aber meiner Ansicht nach eine gute Basis, um das gegenwärtig mögliche Optimum zu erreichen. Man sollte natürlich nicht auf regelmäßige updates vergessen und security news zu allen verwendeten Komponenten verfolgen, um fallweise manuell einzuschreiten, solange automatische updates noch keine Lösung für eine aktuelle Lücke haben. Intrusion detection ist ein weiteres Feld wichtiger Betätigung (massives loggen und SW zur effektiven Analyse, automatischen Reaktion).
Der größte Schwachpunkt ist sicher noch "the man in the middle", sprich ein Geheimdienst, der sich in die Infrastruktur hängt. Genau deswegen würde ich heute für nichts mehr meine Hand ins Feuer legen.
Ich sehe aber bei der Industrie, der Werbung usw. das größere Problem, Stichwort data mining. Zur Industrie kann man heute Parteien schon fast dazu zählen. Nur die haben alle nicht die Möglichkeiten von Geheimdiensten. Denen kann man durch Leichtsinn Daten zukommen lassen oder ohne großen Aufwand vorenthalten.
Im Grunde finde ich, dass es noch immer sehr auf die von der IT unabhängigen Bereiche der Machtgefüge ankommt und die IT nicht überschätzt werden sollte. Etwas wie Nordkorea existierte schon vor der umfassenden "IT-Überwachung" und vermutlich die meisten "Twitter- bzw. Facebook-Revolutionäre" der letzten Jahre waren klug genug, sich nicht erwischen zu lassen.
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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #12 am: November 26, 2013, 11:57:39 »
Welche "Otto Normalverbraucher" betreibt schon einen eigenen Web-Server? Als ein solcher ist man nun mal darauf angewiesen, dass einem sein Partner nicht schaden möchte. Ich muss (als Beispiel) darauf vertrauen, dass mein Webspace-Provider kein Schindluder treibt. Überprüfen kann ich es sowieso nicht.

Und so ist es nun mal mit allen Dingen. Bringe ich meinen Fernseher ans Netz, weil ich dort Youtube-Videos gucken möchte, dann muss ich auch darauf vertrauen, dass der nicht zu viel von meinen Sehgewohnheiten nach Hause meldet. Oder es ist mir egal, ob der das macht und welche Daten geschickt werden. Ebenso beim Handy und beim Tablet und beim PC und ... und ... und ...

Wie gesagt: was hilft, wäre totale Netz-Abstinenz. Aber will man das ...?

Don Manuel

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #13 am: November 26, 2013, 17:06:58 »
Obgleich ich mich viel im Netz rumtreibe, bleiben doch viele wesentliche Bereiche meines Lebens völlig netzfern, das fängt schon bei meiner Vorliebe für Bargeld und konsequenter Geldkartenlosigkeit an ;)
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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #14 am: November 26, 2013, 17:30:44 »
Genau ... ein gutes Beispiel. Mir ist es irgendwie schon immer zuwider gewesen, Bargeld mit mir rumzuschleppen. Mit der Karte brauche ich niemals darüber nachdenken, wie viel Geld ich abheben muss, um meine Einkäufe zu erledigen. Da is tmir offensichtlich die Bequemlichkeit mehr wert ...  ;D

Don Manuel

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Re: Prism-Break: eigene Schritte gegen die Überwachung
« Antwort #15 am: November 26, 2013, 18:29:53 »
Ja, bei den Kilos an fünfhunderter Scheinen die ich täglich durch die Gegend wuchte, habe ich auch schon immer wieder an den Begriff des "Schleppens" gedacht, aber ist wohl mein Sportsgeist  ;D
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