Autor Thema: (Bald) Kein Linux-Desktop (mehr) im Auswärtigen Amt (D)  (Gelesen 4119 mal)

Don Manuel

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(Bald) Kein Linux-Desktop (mehr) im Auswärtigen Amt (D)
« am: Februar 15, 2011, 09:05:32 »
heise
Finde ich äußerst interessant, wenn auch nicht ganz nachvollziehbar. Am Server bleibt Linux ja offensichtlich bestehen, bietet also Vorteile und beim Desktop habe ich den schweren Verdacht, da haben wieder einmal userferne technojunkies nicht begriffen, worum es geht.
Das Argument mit den Treibern ist lächerlich, weil heute für die meisten aktuellen Geräte oft leichter Treiber verfügbar sind als bei Windows - da wird nichts händisch mehr gesucht im Internet, heruntergeladen, installiert und hoffentlich geht's, sondern neu angeschlossene Hardware wird automatisch erkannt, Treiber automatisch heruntergeladen und installiert. Und das funktioniert eben heute schon wesentlich besser, als das Windows im Ansatz ja auch schon seit XP bieten will.
Bei Linux scheint es mir quasi "gratis", sich auf's System auszureden, wenn im Prinzip nur die entsprechende Qualifikation fehlt.
Aber wenigstens das Serverwissen scheint schon so weit verbreitet, dass sich selbst ein auswärtiges Amt traut, darauf zu verlassen.
Nur für den Desktop, da müssen die Fachleute, die wirklich verstehen, was man einem user installieren muss und darf, welche usability gegeben sein muss in einer graphischen Umgebung (console junkies haben da einfach nichts verstanden) - und zwar auf der direkten praktisch planenden und ausführenden Ebene - ja, diese Fachleute müssen erst etwas mehr werden.
Es ist nicht das System, es ist heute nur der Mangel an seriösen und wirklich usernahen Desktop-Spezialisten, der noch ein Problem darstellt. Und auch nicht auf Seiten der Entwickler, die Produkte sind da. Nur die technoverliebten Ubuntu-Kiddies richten imho heute mehr Schaden an als sie der tatsächlichen Verbreitung nützen.
Die Wissenschaftler versuchen, ihre falschen Theorien zu eliminieren, sie versuchen, diese an ihrer Stelle sterben zu lassen.
Der Glaubende dagegen - Tier oder Mensch - geht mit seinem falschen Glauben zugrunde.

Sir Karl Popper

alterego

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Re: (Bald) Kein Linux-Desktop (mehr) im Auswärtigen Amt (D)
« Antwort #1 am: Februar 15, 2011, 15:58:09 »
Wenn das AA hier die Treiberprobleme mit Druckern und Scannern als Grund für die Umstellung anführt, so sehe ich das nicht unbedingt als Ausflucht.
In solchen Apparaten druckt die Sekretärin nur selten ein Schriftstück am PC-eigenen Laserdrucker aus.
Die überwiegende Mehrzahl der Drucke werden in eigenen Digitaldruckzentren erstellt.
Diese Digitaldruckmaschinen an ein Linuxsystem anzubinden wird schwierig bis unmöglich sein.
Liebe Grüße
alterego
Ich finde solche, die von ihrem Geld erzählen - und solche, die mit ihrem Geiste protzen
und solche, die erst beten und dann stehlen;ich finde solche, sie verzeihn, zum Kotzen.

Don Manuel

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Re: (Bald) Kein Linux-Desktop (mehr) im Auswärtigen Amt (D)
« Antwort #2 am: Februar 15, 2011, 16:03:07 »
OK, sind ja nicht nur Botschaften, sondern ein Riesenapparat mit solchen Druckzentren. Aber: je größer dieser Aufwand, umso eher sind Treiber finanzierbar (auf Datacenter-Eben). Und wenn die Server auf Linux bleiben, sind dann die "digitalen Druckzentren" direkt mit den PCs verbunden? Das passt für mich so auch nicht zusammen.
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