Autor Thema: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10  (Gelesen 2039 mal)

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Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« am: Februar 10, 2020, 21:16:05 »
Einfach, weil ich es mal los werden möchte. Nachdem ja für Win-7 keine Updates mehr vorgesehen sind (jedenfalls nicht kostenfrei), musste ich jetzt doch handeln und mich schwersten Herzens um eine Win-10 Installation umsehen. Da sehe ich auf Youtube eine Anleitung, demzufolge das Gratis-Update nach wie vor funktioniert. Voraussetzung ist, dass man ein aktiviertes Windows 7/8/8.1 hat. Also das entsprechende Tool von der Microsoft-Seite geholt und nach einer gründlichen Sicherung ausgeführt. Und es hat mal vernünftig funktioniert - bis dass der zweite Bootvorgang vorgenommen wurde. Nach diesem hat er nämlich alle bereits vorgenommenen Änderungen wieder rückgängig gemacht und ich fand mich wieder bei meinem alten Win-7 wieder. Die ausgegebene Fehlermeldung brachte nur dubiose Informationen, aber nichts Konkretes. Von zu wenig Speicher am C-Laufwerk über inkompatible Treiber oder Programme bis zu Reste früherer Linux-Installationen gingen die Meinungen im Internet. Auf der Microsoft-Seite war über die Fehlernummer nix zu finden.

Kleiner Hinweis: seit etwa 9 Monaten ging kein einziges Sicherheitsupdate mehr durch, deswegen habe ich das Tool von WinFuture.de verwendet, um die Updates zu installieren. Windows hat nach diesen monatlichen Installationen nie ein Update gefunden, welches fehlen sollte. Daher habe ich im WinFuture-Forum mal nachgefragt, ob die eine Idee hätten, wo mein Problem liegt und man hat mir das Upgrade-Vorbereitungstool nahegelegt. Das habe ich dann durchgeführt und war erstaunt - insgesamt hat das Tool genau 1102 kritische Fehler gefunden. Das Bereinigen hat dann gleich mal etwa 12 Stunden gedauert (inklusive der Recherche, welche KB's benötigt werden) und danach hatte ich wohl nur noch zu vernachlässigbare Fehler gehabt. Damit habe ich dann das Update nochmal gestartet und bin nochmal auf die Schnauze gefallen - und zwar deutlich früher als die vielen Male davor.

Interessanterweise gab es eine Fehlermeldung mit dem Hinweis, dass man den Microsoft-Support kontaktieren soll, wenn sich das Problem nicht beheben lässt. Also kurzerhand via Chat den Microsoft-Support gequält - und die wussten offensichtlich sofort, wo das Problem liegt. Aber dafür brauchen die Zugriff auf meinen Rechner, den ich mit etwas Bauchschmerzen gegeben habe. Insgesamt haben die dann sowohl auf meinem Rechner direkt als auch im Hintergrund daran gearbeitet und mein System soweit vorbereitet, dass das Update dann funktionieren soll. Dauer der Aktion: 1,5 Stunden! Und das am Sonntag Nachmittag!!! Und ohne Kosten für mich!!!!!!!!!!

Kurz: das dann angestoßene Update ist dann tatsächlich problemfrei durchgegangen und in etwa 30 Minuten hatte ich dann ein lauffähiges Win-10 mit allen Anwendungen, die ich auch in Win-7 hatte. Finde ich genial, das Service von Microsoft. Ich hatte mich insgeheim schon mit einer kompletten Neuinstallation konfrontiert gesehen, und dann das.
 ;)

Interessant wäre natürlich, zu wissen, was das Problem tatsächlich war ...

Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #1 am: Februar 14, 2020, 20:22:11 »
Und fühlst du dich nun sicherer??

Denn dass du sicherer bist ist eh nur eine Illusion, dafür weiss nun MS sehr genau über dich Bescheid. ;)

Eine selbst ausgeführte komplette Neuinstallation wäre mir da sicher lieber gewesen.

Meine Mutter ist hier in etwa der selbe Spassvogel. Jahrelang sind ihr die Updates bei Win 7 egal (eigentlich sogar eher lästig), und kaum liest sie in den Medien, dass Win 7 abgekündigt wird, ist das Gerschei gross. :D


Gruss Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #2 am: Februar 15, 2020, 11:16:16 »
Ob ich mich 'sicherer' fühle? Jein. Es war eine Entscheidung zwischen Pest, Cholera und Ebola.

Pest = Windows 7
Cholera = Windows 10
Ebola = Linux

Ich glaub, es ist auch hier bekannt, dass ich ja meine Probleme mit Linux vor Allem in seiner totalen Inkompatibilität einiger meiner Hardware und einigen Software-Paketen. Ich habs gut 9 Monate probiert, wo ich gar kein anderes BS hatte auf meinem Rechner als Mint Linux. Ich wäre zwar gut damit zurecht gekommen mit dem System selbst, aber wenn die Hardware nur unzureichend bis gar nicht unterstützt wird und die meiste kommerzielle Software unter Linux gar nicht funktioniert, dann ist die Entscheidung gegen dieses System nicht schwer. Beispiele: Mein Drucker, wo der Treiber für die Linux-Versionen aus dem Jahre 2014 nicht mehr funktioniert; kein brauchbares Pendant für Photoshop (Gimp ist für mich nicht verwendbar, da die Bedienung absolut grauslich ist), kein brauchbares Pendant für DxO Optics Pro (RAW-Entwickler für Foto-Dateien) oder auch die Digitalzentrale für meine Modellbahnanlage (die braucht zum Einrichtung ein Windows-System). Es ist auch nach der ungemein langen Zeit der Desktop-Linux-Systemen immer noch so, dass die Industrie diesen Systemen eher distanziert gegenüber steht.

Bei Windows 7 sehe ich halt das Problem, dass es keine kostenfreien Sicherheitsupdates mehr gibt. Da habe ich mich halt immer darum bemüht, dass mein Rechner möglichst zeitnahe die Updates eingespielt bekommt. Obs tatsächlich notwendig war/ist, weiß ich nicht - jedenfalls schlafe ich dann besser. Und das ist ja auch schon was wert. Und deswegen war es für mich keine Option, bei Windows 10 zu bleiben.

Also blieb nur die Neuinstallation von oder der Umstieg auf Windows 10. Ersteres wollte ich nicht, weil ich befürchte, dass ich einige Programme nicht neu unter Windows 10 installieren kann und auch die eine oder andere Hardware erneuert werden müsste, wenn es keine Treiber dafür gibt. Als Beispiel möchte ich meinen Uralt-Scanner anführen, wo ich schon Probleme hatte, den für Windows 7 zum Laufen zu bringen. Mit einem Trick aus dem Netz konnte ich ihn dann doch einrichten mithilfe eines Win-XP Treibers. Interessanterweise funktioniert dieser Treiber auch noch unter Windows 10, obwohl ich im Internet nur Berichte gefunden habe, dass der Scanner unter diesem Betriebssystem nicht mehr funktioniert und unisono gesagt wird, dass man um einen Neukauf nicht herum kommt.

Interessant ist auch, dass ich NACH dem update deutlich mehr Platz auf der Systemplatte habe. Vor dem Update wurden etwa knapp 70 GB auf der Systemplatte verbraucht, jetzt sind es nur noch 44 GB. Und: Ich habe auch das Gefühl, dass der Rechner auch merkbar schneller geworden ist. Hätte ich so eigentlich nicht erwartet. Irgendwie scheint sich mein System mit dem Update dem ganzen Müll entledigt zu haben, der zum Betrieb nicht notwendig ist.

Glücklich bin ich zwar nicht wirklich, aber ich denke, dass die Entscheidung nicht so verkehrt war.
 :)

Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #3 am: Februar 15, 2020, 21:59:48 »
Die Philosophie bei den Updates ist bei Win 10 nochmals einiges frecher als es bei Win 7 schon war. Man kriegt richtig das Gefühl, dass man noch ganz knapp auf seinem eigenen Rechner geduldet wird. Daher ist hier wohl jedem meine Meinung zu den Automatischen Updates bekannt. Auch, dass ich diese immer gleich als erstes abdrehe.

Das habe ich zwar schon zu Win 7 Zeiten so gehandhabt, aber erst ab Win 10 erscheint mir das als ein absolutes MUSS. Ansonsten macht MS auf deiner Kiste gerade was sie wollen.

Von all den Daten, welche von dir gesammelt und an MS gesendet werden, wollen wir garnicht erst anfangen.

Aber du sagst es richtig, von der (Software-)Industrie interessiert sich niemand für etwas anderes als Windows. Das fängt schon bei der HW der grossen drei an (Intel, AMD, NVidia), gibt es da brauchbare Treiber für etwas anderes als Windoof?

Ist halt leider so...

Gruss Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #4 am: Februar 16, 2020, 12:24:36 »
Ist es tatsächlich so schlimm mit den Updates? Jedenfalls ist mir noch kein Fall bekannt, wo Jemand das Gefühl hatte, er wäre 'nur geduldet' auf seinem Rechner. Und ganz ehrlich: Wenn ich nicht will, dass man Daten von mir abgreift, dann sollte ich sofort die Verbindung zu meinem Netzwerkrouter kappen. Da darf ich kein einziges mal im Internet einkaufen, ich darf nix suchen im Netz (ja, ich kenne auch die vielen alternativen Suchmaschinen, aber keine von denen kommt an das 'Orignal' heran, was die Suchergebnisse betrifft), ich darf keine Mails mehr versenden oder empfangen, ich darf kein Smartphon (oder überhaupt kein Mobiltelefon (oder nicht mal ein Telefon)) nutzen, ich darf keine Bankbeziehung pflegen und so Vieles mehr.

Ist das in Österreich im Jahre 2020 realistisch? Kann man so überhaupt noch leben?

Daher sage ich mal so: Ich versuche, so viele Vorteile aus der Situation für mich rauszuholen, wie nur geht. Und muss leider die vielen Nachteile in Kauf nehmen. Wirklich frei kann man nur sein, wenn man sein Leben zu 100% autark gestalten kann. Tja .... *seufz*


Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #5 am: Februar 20, 2020, 23:43:02 »
Nur ein kleines Beispiel:

Bei der Installation von Win 10 richtest du die HDD/SSD (Partitionen) genau so ein, wie du es willst und für richtig empfindest. Nach dem Update musst du aber feststellen, dass Win ohne dich zu fragen einfach an der Partitiontable rumgeschraubt hat und dir eine Versteckte Partition untergejubelt hat.Oder auf gewisse Ordner hast du, auch als Admin, einfach keinen Zugriff. Du musst Win effektiv am A... packen und mit einem Linux booten, wenn du wissen willst, was in diesen Verzeichnissen ist.

Ist das für dich die Definition von "Eigentümer deiner Maschine"??

Gruss Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #6 am: Februar 22, 2020, 16:04:07 »
Hi Wildfoot,

welche 'versteckte Partition' hat mir Windows untergejubelt? Meinst Du die Wiederherstellungspartition? Wenn ja: die ist gar nicht versteckt, die ist in der Datenträgerverwaltung ganz normal zu sehen. Und die kann man - soweit ich den Anleitungen im Internet glauben darf - auch problemlos löschen und mit anderen Partitionen auf der Platte verbinden.

Oder gibt es da noch andere Partitionen auf der Platte?

Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #7 am: Februar 22, 2020, 20:00:34 »
Und warum ist die überhaupt darauf??

Wenn ich meinen Datenträger vorbereite, dann erstelle ich sicher keine so doofe Partition. Also wieso muss Windoof so eine Partition erstellen? Wenn ich die gewollt hätte, hätte ich sie auch erstellt. Aber Windows meint, es wisse besser, was gut für mich ist und erstellt, selbstverständlich ohne jemals zu fragen, von alleine diese Partition. Ja es muss sogar extra die anderen Partitionen verkleinern, weil diese unnütze Win-Partition sonst nämlich garkeinen Platz hätte. Na vielen Dank MS!!

Gruss Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #8 am: Februar 23, 2020, 09:38:38 »
Warum die drauf ist? Weil Microsoft die Möglichkeit bietet, auf Wunsch oder bei Problemen wieder auf das alte System zurück zu gehen. Kommt man also nicht klar mit dem neuen System oder funktioniert es nicht hinreichend gut (weil halt eine Soft- oder Hardware nicht kompatibel genug ist), dann kann man das vor dem Update installierte System wiederherstellen.

Geht das bei Linux auch? Wenn ich ein Upgrade auf die nächste Version mache, dass ich es mir hinterher doch wieder überlege und zum 'alten' System zurück möchte?

Und wie gesagt: diese Partition ist weder unsichtbar, noch unlöschbar. Diese Partition bekommt man problemlos mit den Boardmitteln weg und der dann freie Speicherbereich auf der Platte lässt sich genauso schnell mit der Systempartition zu einer gesamten, etwas größeren, Partition zusammen fügen. Dazu reichen die 'üblichen' Admin-Rechte.

Gut, man könnte sich jetzt die Frage stellen, warum das in einer eigenen Partition versteckt wird - aber spielt das eine Rolle? Die Daten werden benötigt und der Platz dafür ist weg, egal ob sie auf einer eigenen Partition liegen oder in einer Art von Archiv-Datei in der System-Partition. Und da man die Struktur, in der diese Daten abgelegt werden, so und so nicht kennt, wird auch in beiden Fällen ein Auslesen scheitern. Vermutlich wird es eben eine riesengroße .cab Datei sein. Vermute ich mal ...

Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #9 am: Februar 23, 2020, 21:22:33 »
Ich sehe, wir reden aneinander vorbei.

Du hast dein Szenario vom Upgrade im Kopf. Ich aber spreche von einer kompletten Neuinstallation, angefangen bei NULL. Da bereite ich als erstes immer den Datenträger vor, so wie er sein soll und ich ihn haben will. Das letzte was ich dann will ist, dass mir Windoof wieder an dieser Struktur rumwürgen geht, nur weil Windoof unbedingt meint, ich müsse so eine Recovery-Partition haben.
Dass es auch andere (und bessere) Wege gibt, für ein Backup zu sorgen, das Kommt MS wohl nicht in den Sinn.

Egal. Es waren ja auch nur Beispiele.

Ich verstehe aber nicht, warum es eigentlich noch kein alternatives x86/x64 Betriebssystem gibt, auf welchem auch Windows-Basierte Software läuft (wie z.B. ein Office)? Das x86/x64 Funktionsprinzip ist doch nicht geschützt? Unter DOS gab es ja noch OS/2 Warp, aber seit Win gibt es da kein Pendant mehr.

Gruss Wildfoot



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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #10 am: Februar 23, 2020, 21:56:35 »
Hi Wildfoot,

ich glaube nicht, dass wir grundsätzlich aneinander vorbei reden.

Bist Du sicher, dass diese Partition auch angelegt wird, wenn man eine Neuinstallation macht? Ich bin überzeugt davon, dass genau das nicht passiert. Weil wie gesagt, die dient ja nur dazu, auf das vorher installierte System zurück zu gehen. Diese Partition kann man problemlos löschen und Windows stört sich nicht daran. Ich vermute sogar, dass Windows genau diese Partition in meinem Fall verwendet hat, um das alte Win-7 wiederherzustellen, nachdem die Installation nicht funktioniert hat. Soll also heißen: Wenn Du Deine Platte einrichtest, dann wird Windows daran auch nichts ändern, wenn Du Win-10 komplett neu installierst.

Das Problem, warum es kein alternatives x86/x64 Betriebssystem gibt, liegt wohl darin, dass Microsoft die internen Schnittstellen nicht preis gibt. Unter Linux gibt es ja den Versuch mit dem WINE, welches ja viele Windows-Programma auch unter Linux zum Laufen bringt, weil es für die Linux-Entwickler nun mal eine gern angenommene Herausforderung ist, herauszufinden, wie Windows intern funktioniert. Und die meisten APIs von Windows werden auch problemlos von WINE emuliert und viele Programme laufen auch unter WINE problemfrei. Aber leider nicht alle. Je aktueller ein Programm, umso größer die Gefahr, dass die Software doch nicht läuft, weil diese eben häufig auch deutlich aktuellere APIs verwenden, die in WINE noch nicht enthalten sind.

Aber selbst das ist in meinen Augen der falsche Ansatz. Würden die Macher von Linux tatsächlich ein Interesse daran haben, dass Linux eine Option zu Windows wird, dann müssten die ihre Anstrengungen eher in die Akzeptanz durch die Soft- und Hardware-Industrie legen. Und vor allem endlich den schier unglaublichen Wildwuchs an unterschiedlichen Linux-Varianten über Bord werfen. Wenn es mal genau 1 (in Worten: ein) Linux gäbe mit ein paar verschiedenen Desktop-Varianten, dann hätte sicher auch die Soft- und Hardware-Industrie ein Interesse, ihre Produkte dorthin zu verkaufen. Aber es sieht nicht danach aus, als ob das jemals passieren wird. Und die anderen Exoten wie ReactOS führen auch bestenfalls ein Schattendasein.

Und stimmt - OS/2 Warp, das war noch ein wirklich perfektes BS. Ich hab extrem gestaunt, wie perfekt sogar die Beta-Version lief. Und alle Windows-Programme liefen damit ebenso problemfrei. Das einzige Manko: Es stammte von IBM.
 ;D

Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #11 am: Februar 26, 2020, 19:44:03 »
Wenn ich den Datenträger vorbereitet habe und Win 10 installiert habe, dann ist diese Partition noch nicht erstellt worden. Aber dann (sollten) folgen die Updates, das führt nun zu dieser Partition.
Ja klar kann man diese Partition einfach löschen, aber damit alleine ist es nicht getan. Man muss diese Partition löschen, die anderen Partitionen in Grösse wieder anpassen und wenn man Pech hat, auch einen neuen MBR generieren. Weil Windoof natürlich auch die Boot-Links im MBR geändert hat (Partitions-Reihenfolge). Geht schon, aber man muss von selbst darauf kommen und manuell den ganzen Schei... wieder rückstellen. Extremst zum Kotzen.

Vielleicht stimmt das mit dem "ein Linux" sogar, aber dann geht eben auch gerade die Auswahl-Möglichkeit flöten. Das heisst, das "eine Linux" müsste in Funktionalität und Bediener-Komfort doch schon sehr sehr ausgereift sein. Und wahrscheinlich hat die Linux-Gemeinschaft davor etwas Angst. ;)

Aktuell wäre mir IBM fast noch lieber als MS. ;D

Gruss Wildfoot

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Re: Odyssee beim Umstieg von Win-7 auf Win-10
« Antwort #12 am: Februar 29, 2020, 16:20:47 »
Unter Win-7 hatte ich sowas nie, und davor (Win-XP) auch nicht. Aber in beiden Fällen habe ich immer eine komplette Neuinstallation gemacht. Im Moment habe ich die eine Partition noch, weil sie mich nicht wirklich stört. Auf das halbe GB kann ich leichten Herzens verzichten, wenn Microsoft meint, das müsse so sein. Und wie gesagt: Ich wäre nicht sicher, dass sowas auch bei Updates angelegt wird. Und das mit dem MBR rückstellen, davon hab ich auch noch nicht gehört. Ich habe es sogar geschafft, nur mit den Windows-Bordmitteln die von Linux angelegten Partitionen komplett weg zu bekommen. Gut, davor musste ich die Linux-typischen Formatierungen mittels einer Live-CD aufheben und sie mit ftms formatieren - aber das Zusammenführen geht problemlos. Ohne am MBR rumzuwerken.

Welche Auswahlmöglichkeiten hast Du denn schon bei Linux? Im Grunde genommen geht es bei Linux nur um 2 Dinge: den Kernel (der ist in den allermeisten Fällen eh überall der Selbe - und dann geht es noch um den Desktop, falls man ein Desktop-System braucht. Dafür braucht man tausende Linux-Varianten? Gerade Linux Mint zeigt im Prinzip, wie ausgereift Linux tatsächlich ist. Es ist interessant: wenn ich das aktuelle Live-Package von Linux-Mint auf einen USB-2.0 Stick spiele und von diesem USB-Stick dann boote, habe ich das Gefühl, dass ich den Desktop schneller sehe als wenn ich mein Win-10 von der internen SSD boote. Und tatsächlich, von der Stabilität und von der Benutzerfreundlichkeit sehe ich hier Linux sogar weit voraus. Von Mint kann ich - wenn ich nicht irre - 4 Desktop-Varianten downloaden, diese unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, wie aufwendig die GUI programmiert wurde, also ob man reine Funktionalität haben will (Desktop-Variante xfce) oder ob und welche Gimmiks man haben möchte, neben dem optischen Erscheinungsbild. Wobei eben xfce vom optischen Erscheinungsbild der klassischen Windows-Ansicht am Nächsten kommt. Würde das von der Industrie als Quasi-Linux-Standard angesehen werden und würde man dieses System genauso unterstützen wie Windows, dann wäre es um die Vormachtstellung von Windows wohl gewesen sein. Aber wenn das Wörtchen 'Wenn' nicht wäre, wäre der Kuhmist Butter - hat schon meine Oma gesagt.

IBM? Nicht wirklich. Ich habe keine Ahnung, womit die in Zukunft Geld verdienen wollen ... :-D