Autor Thema: Intel® Itanium® Processor 9350  (Gelesen 8286 mal)

Don Manuel

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #25 am: Dezember 27, 2012, 22:13:39 »
Ich glaube schon, dass ich auf der Sachebene verstehe, was Du meinst. Allerdings muss man da schon auch zu bedenken geben, dass in diesem Metier seit jeher die Meister selten sind, von denen man das geniale Programmieren lernen kann. Mangels vernünftiger Lehrkräfte schulen sich meiner Ansicht nach die meisten ohnedies hauptsächlich selbst. Ich behaupte ganz grundsätzlich, die dafür nötigen Fähigkeiten haben in der Gesellschaft zu wenig Stellenwert. So bekommt selbige den Pfusch den sie geistig verdient ;)
Die Wissenschaftler versuchen, ihre falschen Theorien zu eliminieren, sie versuchen, diese an ihrer Stelle sterben zu lassen.
Der Glaubende dagegen - Tier oder Mensch - geht mit seinem falschen Glauben zugrunde.

Sir Karl Popper

Wildfoot

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #26 am: Dezember 27, 2012, 22:54:34 »
Unglaublich, was da aus meinem "Will haben Itanium" Thread geworden ist. Aber ist keinesfalls schlecht, diese Diskussion. ;)

Was die Programmier-Profis angeht, so wird die Schwierigkeit auch darin liegen, dass ein Programmierer eigentlich nicht nur Programmierer sein muss. Klar, er muss wissen wie man Code schreibt. Aber er muss eigentlich auch Mathematiker, Physiker, Engineer, etc..., sein; oder zumindest von diesen tatkräftig unterstützt werden.

An dieser Stelle erinnere ich immer gerne an eine Informatik-Prüfung, welche ich an der FH zu absolvieren hatte. Da mussten wir, in C, ein Programm schreiben, in welchem man unter anderem auch prüfen musste, durch welche Zahlen eine Zahl X ganzzahlig dividierbar ist.
Und natürlich, man bekam Bonuspunkte, wenn der Algorithmus performant ist. Schon wurde lamentiert, das sei gemein, weil Leute mit schnelleren Rechnern da bevorzugt wären. Hier aber winkte der Dozent gleich ab und sagte, die Leistungssteigerungen, welche er im Sinne habe, wären so deutlich, dass ein paar MHz Unterschiede auf der CPU diese Vorteile niemals aufwiegen können.
Das hiess nun also, umgesetzt auf das oben dargestellte Problem mit dem Dividieren, wenn einer nun hinging und anfing abzufragen:

for (i=0, i=x, i++)
 }
  y=x/i;
  .
  .
  .
 }
etc...

So hatte er nämlich schon verloren. Bei kleinen x mag das ja noch gehen, aber bei grossen x ist dann Schluss. ;)
Weil trivial einfach, ist denn z.B. 39 durch 38 ganzzahlig dividierbar? Nein sicher nicht, das sieht jeder sofort. Aber wieso lässt man dann den PC das dennoch überprüfen? ;)
Hier kommt eben der Mathematiker zum Zuge, er wüsste dann, dass man nur bis zu SQRT(x) prüfen muss und dass dann alle Grund-Faktoren in diesem Intervall enthalten sind. :)

Dieses Beispiel zeigte mir sehr schön und deutlich, gute Software kann es nur geben, wenn alle Fach-Spezialisten (der spätere Einsatzbereich der Software ist ja immer bekannt) zusammen an der Software mitwirken. Der Programmierer alleine schafft das nicht, vorausgesetzt dass er nicht gerade ein Leonardo da Vinci (spr. ein Universal-Genie) ist.

Gruss Wildfoot

Don Manuel

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #27 am: Dezember 27, 2012, 23:31:25 »
Ja, zugegeben ein bisschen off-topic, aber ich fand's auch ok  :)

Gutes Beispiel btw  8)
Die Wissenschaftler versuchen, ihre falschen Theorien zu eliminieren, sie versuchen, diese an ihrer Stelle sterben zu lassen.
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Wildfoot

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #28 am: Oktober 06, 2013, 20:33:13 »
Dieser Thread haltet sich hier immernoch? **staun**

Nun gut, eine Itanium hole ich mir dann vielleicht nach meiner jetztigen E5-2687W v2. Preislich bin ich da nun ja nichtmehr ganz so weit weg. :D

Gruss Wildfoot

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #29 am: Oktober 07, 2013, 07:54:44 »
Dieser Thread haltet sich hier immernoch? **staun**

Naja ... sperrt ja niemand zu automatisch.  ;D

Irgendwie scheine ich die obige Diskussion dann wieder mal "verschlafen" zu haben. Um darauf zurück zu kommen: Natürlich ist es notwendig, dass man eine möglichst optimalen Algorithmus findet, der die Problemstellung des Programmes löst. Das ist ja keine Frage. Und darin sind unser Entwickler in der Regel auch ziemlich gut, dieses Metier beherrschen sie eh.

Ich könnte da jetzt - als weiteres Beispiel - die Mediabox von A1tv nehmen. Da hat es heuer ja eine Umstellung der Software gegeben - und damit ist das Chaos dort perfekt. Und zwar so perfekt, dass die - nach Monaten der intensiven Beschwerden - auf eine weitere Ausrollung der Software verzichtet wird. Was ist passiert? Nun, das "Übliche" halt: da wurde eine Software für IPTV erstellt, welche zwar prinzipiell läuft auf den Mediaboxen - aber da kannst zuschauen, was die Kiste intern tut, weil nix weitergeht. Da gibt es ein EPG, welches quasi keine Information zur Verfügung stellt. Da gibt es ständige Bild- und Tonaussetzer. Da hängt sich die Box regelmäßig auf (vorsorglich sollte man die Box sowieso alle 8 Stunden neu starten - vermutlich deswegen, weil eben der Hauptspeicher nach Gebrauch nicht ordentlich bereinigt wird und dieser dann einfach zur Neige geht). Da braucht der Wechsel von einem Sender zum nächsten mitunter 15 Sekunden! Ganz zu schweigen, dass der Teletext auch nach der Umstellung nur eine einzige Seite im Seitenspeicher halten kann; willkommen im 21. Jahrhundert!

Ich bin überzeugt: die Software wurde auf einem PC entwickelt bzw getestet, auf dem ein Hardware-Emulator dieser Box läuft. Und dieser Emulator wird wohl ein vielfaches schneller sein als die Mediabox. Und @ Don: Das hat mit Führungsschwäche der Verantworlichen nichts zu tun, das muss einem Entwickler doch selber einfallen, dass er das mal live auf der Ziel-Hardware testet. Schon alleine aus Neugierde würde ich das tun.

Und genau das passiert heute  nicht mehr. Es kommt - überall - nur mehr auf die Funktion an sich an, aber nicht darauf, dass die Funktionen auch performant sind.

Übrigens: bei A1 wird bereits leise darüber gemunkelt, dass die "Nörgler" mit neueren Mediaboxen ausgestattet werden sollen. Genau wie ich oben schon schrieb: Wenns nicht flott genug läuft, muss eben neue Hardware angeschafft werden.
 ::)

Don Manuel

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #30 am: Oktober 07, 2013, 08:50:16 »
Zitat
Das hat mit Führungsschwäche der Verantworlichen nichts zu tun, das muss einem Entwickler doch selber einfallen, dass er das mal live auf der Ziel-Hardware testet.
Naja, aber als Führungskraft habe ich mich da schon verantwortlich gefühlt, derartige Fragen (z.B. bei so einem Projekt Test auf Original-HW) rechtzeitig zu stellen...
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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #31 am: November 16, 2016, 23:58:05 »
Hmm....

Hat mir vielleicht jemand 1800$?

http://www.ebay.com/itm/AH339-3801A-Itanium-9560-2-53GHz-32MB-Processor-Kit-for-BL8x0C-i4-/332019729143?hash=item4d4deb02f7:g:rAEAAOSwrklVZbaW

Das wäre nämlich genau so eine CPU, welche ich suche.

Gruss Wildfoot

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #32 am: Juni 19, 2017, 01:48:40 »
Spannend, dass dieser Thread noch immer on Top ist. ;)

Das Problem von diesem Thread hat sich nun aber gelöst. Ich habe mir zwei Itaniums 9350 gekauft. Damit wächst meine CPU-Sammlung wieder um eine Exklusivität. ;)

Leider ist es nicht die 9560 (oder gar die 9760), aber diese Kategorie ist mir nach wie vor zu teuer.

Gruss Wildfoot

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #33 am: Juni 19, 2017, 12:35:52 »
Gratuliere ....  *prost*

Wäre nur interessant, wie sehr sich so eine CPU langweilt, wenn man darauf nichts außer meiner Modellbahnsteuerungssoftware laufen lässt.
 *rofl*

Zur obigen Diskussion ein Beispiel eines Python-Scripts aus dem Netz:

#!/usr/bin/env python
# -*- coding: utf-8 -*-

import time
import RPi.GPIO as GPIO

# SET GPIO Button-Pin
gpio = 5

# Main Function
def main():
  value = 0

  while True:

    if not GPIO.input(gpio):
      value += 0.01

    if value > 0:

      if GPIO.input(gpio):
        print "gedrueckt"
        main()

    time.sleep(0.03)

  return 0

if __name__ == '__main__':
  GPIO.setmode(GPIO.BCM)
  GPIO.setup(gpio, GPIO.IN)
  main()

Nicht, dass ich den Eindruck erwecke, ich würde mich in Python auskennen - aber soweit ich mir das zusammen reime, handelt es sich hier um eine endlose Rekursion - oder irre ich? Wenn sich eine Funktion selbst aufruft, ohne ein Ausstiegsszenario codiert zu haben, muss zwangsläufig irgendwann der Speicher ausgehen. Klar - das wird eine Weile dauern, zumal ja der neuerliche Aufruf der Funktion 'Main' von einer Benutzeraktion abhängig ist, aber sowas ist in meinen Augen niemals eine saubere Programmierung.

Nur bevor jemand nachfragt - das Beispiel stammt von hier: https://www.xgadget.de/anleitung/raspberry-pi-taster-anschliessen/

 ::)

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Re: Intel® Itanium® Processor 9350
« Antwort #34 am: August 26, 2017, 20:53:28 »
Geschlossen, da Topic erledigt.