Autor Thema: 60 Jahre Magnetspeicher: 500 Meter Band für 1 MByte  (Gelesen 3091 mal)

Don Manuel

  • Oberkellner
  • *****
  • Beiträge: 2992
  • Zustimmung: 64
  • wirsch, gezogen und gehobelt
    • IT-Beisl
60 Jahre Magnetspeicher: 500 Meter Band für 1 MByte
« am: Mai 17, 2012, 09:57:52 »
Quelle: CHIP

Zitat
Die Magnetbandtechnologie ist eine der ältesten Speichertechnologien auf dem Markt und geht zurück bis in die 1930er Jahre mit der Erfindung des Tonbandes in Deutschland. In der IT wird sie seit 60 Jahren für die Speicherung eingesetzt und gilt weiterhin als zwar etwas langweilig - etwa im Vergleich zu Technologien, die sich durch Rekorde auszeichnen - aber als zukunftssicher. Aus der Langzeitarchivierung sind Bandspeicher nicht wegzudenken, ihre Weiterentwicklung wird von Hewlett-Packard, IBM, Quantum, Tandberg, Seagate, Sony, Imation und anderen sehr ernst genommen. Zeit für eine kleine Tape-Revue.
 
 IBM trat 1949 mit einem Prototyp an die Öffentlichkeit und brachte am 21. Mai 1952 das erste kommerziell einsetzbare System auf den Markt, deshalb feiert IBM in diesen Tagen den 60. "Geburtstag" der Technik. Die Einheit war zugleich die erste externe Speichereinheit in der IT-Geschichte. Die Magnetbandeinheit IBM 726 hatte eine Speicherkapazität von 1.44 Megabyte auf einem 12 Zoll Rollenband mit 720 Meter Länge. Aus heutiger Sicht ist "überholt" gar kein Ausdruck dafür. Wir reden bereits von Petabyte (1.024 Terabyte) und auch da will IBM der Erste sein. Sehen Sie hier nach, wie wir hier gelandet sind und feiern Sie mit.



Die Wissenschaftler versuchen, ihre falschen Theorien zu eliminieren, sie versuchen, diese an ihrer Stelle sterben zu lassen.
Der Glaubende dagegen - Tier oder Mensch - geht mit seinem falschen Glauben zugrunde.

Sir Karl Popper

holzi

  • Known Expert
  • *****
  • Beiträge: 142
  • Zustimmung: 83
Re: 60 Jahre Magnetspeicher: 500 Meter Band für 1 MByte
« Antwort #1 am: Mai 17, 2012, 11:38:44 »
hmmm...da fällt mir ein, ich hab noch einen alten Sharp-Tischcomputer (ca. Ende der 80er), der kann eigentlich nur Basic und auf eine Papierrolle drucken. Aber die Programme kann man auf eine normale Musikkassette speichern. Sollte ich wieder mal hervorkramen und testen. Ich hatte da so ein "Skispringprogramm" für kleine LCD displays :)
Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren.
- Computer infrastructure - Cain and abel -

Don Manuel

  • Oberkellner
  • *****
  • Beiträge: 2992
  • Zustimmung: 64
  • wirsch, gezogen und gehobelt
    • IT-Beisl
Re: 60 Jahre Magnetspeicher: 500 Meter Band für 1 MByte
« Antwort #2 am: Mai 17, 2012, 12:33:38 »
Von Sinclair über Comodore bis Atari haben seinerzeit eigentlich alle vor der Floppy auf Audio-Casetten gespeichert. Nur Sinclair hat lediglich mit normalen Tape-Decks gearbeitet, während die Sinclair-Bandlösung proprietär war.
Die Wissenschaftler versuchen, ihre falschen Theorien zu eliminieren, sie versuchen, diese an ihrer Stelle sterben zu lassen.
Der Glaubende dagegen - Tier oder Mensch - geht mit seinem falschen Glauben zugrunde.

Sir Karl Popper

hawi

  • Known Expert
  • *****
  • Beiträge: 126
  • Zustimmung: 81
Re: 60 Jahre Magnetspeicher: 500 Meter Band für 1 MByte
« Antwort #3 am: Mai 17, 2012, 18:49:30 »
Für den ZX Spectrum gab es auch ein zusätzliches Interface, das die Archivierung auf einem Videorekorder ermöglichen sollte. Bei mir hat es nicht funktioniert, doch ich konnte es zurück geben.

Wildfoot

  • Oberquartiermeister
  • Known Expert
  • *****
  • Beiträge: 2693
  • Zustimmung: 757
Re: 60 Jahre Magnetspeicher: 500 Meter Band für 1 MByte
« Antwort #4 am: Mai 17, 2012, 20:31:19 »
Zitat
Die Magnetbandeinheit IBM 726 hatte eine Speicherkapazität von 1.44 Megabyte auf einem 12 Zoll Rollenband mit 720 Meter Länge.

Hehe

Da war dann die 1.44MB 3.5" Floppy einiges hantlicher, bei gleicher Speicherkapazität.

Das Problem bei Tapes ist nach wie vor die Speicherung auf Magnet-Basis (Übersprechen da als Stichwort). Ausserdem, jeder kennt das noch vom Tonband, man steht am Anfang des Tapes und will ein Stück am Ende des Tapes hören: ...warten......warten......warten......warten...  ::)
Für ein Langzeit-Backup oder Archiv sicher gut, aber um täglich damit zu arbeiten ein Graus. Ausserdem, die Chrom-Schicht des Tapes wird sich mit der Zeit auch zersetzen. Daher, das wirklich Langzeitstabiele ist eine Lithographie auf einem Wafer.

Gruss Wildfoot